Drum schweige, wer etwas zu sagen hat. Tag dreißig.

Mir ist das Alter begegnet. Wie sooft auf meiner Wanderung, diesmal auf dem Weg von der Erich Hütte zum Arthur Haus. Kein exorbitantes Alter, sondern ein jugendliches. Sieben Frauen und Männer über sechzig. Auf einer Wanderung30_WegZumArthurHausAlmhütte zur Rast. Sie waren vergnügt und lachten. Sie wirkten zufrieden mit dem Wetter, den Bergen und sich selbst. Sie sangen einfach so ein Lied, mehrstimmig und kunstvoll, dabei vollkommen unprätentiös und zum Panorama der klaren Hochkönig-Felsen passend. (höre dazu den Phonecast Nummer 12) Sie störten die anderen Gäste nicht, aber nahmen sie durch das Singen ohne Gesten in ihre Runde auf. Sie genossen die Welt und ließen sie an sich teilhaben.

Und ich weiß nicht, ob es an der märchenhaften Naturszenerie lag oder an meiner grundsätzlichen Sympathie gegnüber Wiener Volksdichtern: Mir fiel Ferdinand Raimund ein. Der das Hohe Alter sprechen lässt. Das sich dem Bauer Fortunatus Wurzel aufdrängt, ihm keine Ruhe gibt und keine andere Wahl, als sich vom Alter beseelen zu lassen. Das ihm durch sein eigenes Tun und wortlos den Rat gibt, sein Leben anders zu leben. Um mehr Freude zu genießen.

Wanderung30_SängerrundeSooft ich ältere Menschen auf meinem Weg treffe, sooft habe ich das Gefühl, sie sagen mit etwas, ohne es auszusprechen. (Simon & Garfunkel nennen das in „Sound of Silence“ „talking without speaking“) Sie prahlen nicht mit ihrer Weisheit. Auch weil es dieser Weisheit innewohnt, nicht zu bekehren. Sondern einfach zu singen, ohne Rücksicht auf peinliches Gekicher. Dem wiederum der Neid innewohnt, dass man selber nicht auch manchmal einfach lossingt. Sie nehmen sich heraus, auf der Alm zu sitzen und die Gipfel anderen zu überlassen. Weil sie durch ihre Augen eine größere Fernsicht haben als von da oben.

Wer Raimund mag, neigt wahrscheinlich zum ausgeprägten Sentiment, das ist mir schon klar. Und hier oben, mitten zwischen Kuhfladen und Bergwegen, will ich mich auch gar nicht dagegen wehren. Überließe mir die Märchenfee einen Wunsch, würde ich sagen: „Ich möchte empfinden wie diese Menschen und mit ihrem Wissen durch die Welt gehen. In meinem übermütigen Körper. Mit meiner jugendlich inbrünstigen Stimme tatsächlich lossingen. Genießend, dass die Welt mich für verrückt erklären könnte.”

Wanderung30_KuhAufWegTag 30 (30.7.2009): Erich Hütte – Arthur Haus – Pfarrwerfen – mit dem Taxi nach Werfenweng. Sonnenschein bis mittags, dann zunehmend bewölkt und windig, fast bis stürmisch, Regengüsse ab 17.05 Uhr. Um 17 Uhr hatten wir Pfarrwerfen und das dortige Wirtshaus erreicht, grins. Sehr malerischer und einfacher Hangweg, ab dem Arthur Haus teils wilder Hangabstieg. Acht Stunden unterwegs, davon sechs auf den Beinen. Tipp des Tages: Der gute Schnaps im Wenger Alpenhof, Werfenweng. Das erinnert mich an einen Nachtrag: Auch der Enzian-Honig-Schnaps am Ingolstädter Haus ist einen Ausrutscher wert. Schmeckt wie Hustensaft für Große. Toll.

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Eine klitzekleine Blase (linke große Zehe oben, die ist überhaupt das Blasenmekka), Feier-Abend: Der halbe Weg ist geschafft und Mitwanderer Michi F. verlässt uns nun, es wurde also spät. Daher neunzehn Zigaretten, drei Achterl Rot und fünf Schäpse. Und ja, das ist interessant: Von drei Uhr bis acht Uhr zu schlafen entspannt mich mehr als von Mitternacht bis sechs Uhr Скайп для мобильного. Hund Niko Poldi hat auf effizientes Gehen umgestellt, läuft nicht mehr vor und zurück, sondern trottet in unserem Tempo. Schlaues Wautzi.



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 Axel Halbhuber am 31.07.2009  |   11 Kommentare