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Wer ist Axel Halbhuber?

Neun Jahre Gymnasium, erster Sex mit 18, erste Zigarette mit 23, 12 Jahre studiert – ich brauche meistens ein bisschen länger.

Meine geliebte Mutter etwa lag mit mir knapp 27 Stunden im Kreißsaal. Das bei der Geburt aufgewiesene Untergewicht (2,5 Kilo) habe ich wettgemacht. Weil sich beim Essen und Weintrinken so klar wie sonst kaum bewahrheitet: Das Leben ist ein Innewohnen. An immer neuen Orten, in immer neuen Themen, bei immer neuen Gedanken.

Anders kann ich mir selbst nicht erklären, dass mir ständig Neues in den Sinn kommt. Schon in der Schule war das so. Und später: Statt Studieren unterrichtete ich bei den Sängerknaben, arbeitete Allerlei mit Kindern und suchte gleichermaßen nach den Freuden und der möglichen Rettung der Welt. Von meiner exzessiven Freizeit einmal abgesehen.

An dieser Stelle scheint es mir ausnahmsweise passend, den wenig feierlichen Abschluss meines Politikwissenschaft-Publizistik-Geschichte-Studiums im November 2008 anzuführen. Nach 12 Jahren endete es damit, neun Tage vor Ablauf der Frist meines mittlerweile antiquierten Studienplans. Möge es nun in Frieden ruhen.

Meinen Beruf als glücklicher, freier Journalist ehre ich so sehr, dass ich mich innerhalb seiner Weitläufigkeit immer verändere, sobald es eintönig werden könnte. Ab Oktober reise ich deshalb für ein Jahr um die Welt. Ebenfalls deshalb wandere ich davor, also jetzt, durch Österreich. Dafür habe ich 50 Tage geplant, plus zehn Rasttage. Macht 60.

Aber für gewöhnlich brauche ich ein bisschen länger.

Der Begleiter: Hund Niko Poldi.

Hund Niko (heißt auch Poldi, seit die Griechen im Euro 2004-Finale überraschend auch die Portugiesen geschlagen haben. Der griechische Torhüter hieß Nikopolidis. Ja, blöde Wette) ist ein kastriertes Mandi, sechs Jahre alt. Seine Mama ist eine Münsterländermischlings-Hündin, der Vater laut dem Bauern “einer der drei Nachbarshunde”. Man tippt auf etwas Schwarzes.

Niko Poldi lernt schnell, Sitz & Platz war nach wenigen Monaten in einer TV-Werbepause erledigt, gegen Brings wehrt er sich bis heute. Kinder lieben ihn, er liebt Kinder. Stubenrein und sehr einfühlsam. Und nein, er ist sowas von nicht zu haben.

Mehrmals erwies sich Hund Niko als Bergfex, im vorjährigen September am Binnelgrat, einem hundiger Steig auf der zweiten Tagesetappe (Bregenzer Hütte – Damüls). Seine Gabe: Dinge geschehen lassen und dadurch Sicherheit auszustrahlen.

Was sonst noch hilft: Die Technik

Es seien hier auch noch die unlebendigen Begleiter erwähnt: Das HP 2140 Mini-Notebook, auf dem ich schreibe (auch jetzt gerade) sowie der Datenstick von Orange, mit dem ich das Geschriebene in die Web-Welt schicke. Ich danke den Partnern.